Um was gehts beim monatlichen Beetklub-Abend?
Beetarbeit ist ein demütiges Brot auf sandigem Boden! Beispielsweise bei uns in der Südheide-Region in Lindwedel. Wir sind eine offene Gruppe unerschrockener Gartengläubiger, die auf üppige Ernten und bunte Blütenmeere hoffen. Mit allerlei Tipps, biologischen Tricks und hingebungsvoller Pflege schaffen wir es melonengroßen Weißkohl, wuchernde Blütenteppiche oder süßeste Tomaten auf unseren von Natur aus mageren Böden zu erzeugen. 
Wie das gelingt, erfahren wir auf dem Beetklub-Abend. Dort reden wir über Tätigkeiten, die saisonal im Garten anstehen, Klimaprobleme, verkosten eigene Ernten, tauschen Pflanzen oder Samen. Reden über akute Pflanzen-Probleme und begeistern uns für bemerkenswerte Garten-Bücher, Gemüserezepte, geniale Gartentools und Staudensorten. 
Wir sind das ländliche Gegenprogramm zum „Urban Gardening“, mit viel gemeinschaftlichen Wissens- und Pflanzen-Austausch, aber weniger Arbeitseinsätzen. Denn meist sind wir mit dem eigenen Garten bestückt, die nach Pflege verlangen und ihre eigene aufwendige Gartenphilosophie verfolgen.
Wir treffen uns annähernd jeden ersten Freitag im Monat meist ab 19:00 Uhr im Garten der Alten Schule, Schulstraße 7 in 29690 Lindwedel. Ausnahmen davon und Themenschwerpunkte werden nachfolgend knapp vor dem Termin hier auf dieser Seite angekündigt. Das Treffen ist stets offen für alle Interessierte.

------------------------------------------------------------------------------------

Generiert von Firefly, bepromptet von Karin Wallner

--- 02. 08. 2024 --- 
    Let's get Chemical …
Endlich mal ein ganz klassisches Beetklubtreffen: ganz klassisch um 19 Uhr treffen wir uns ganz klassisch im Garten der Alten Schule, um ganz klassisch über Grün zu plaudern. 
Diesmal geht es schwerpunktmäßig neben Nacktschnecken, Saisonales und Bewegendes auch um Säuren und Basen im Boden. Also den richtigen PH-Wert und wie sich das alles ausgleichen lässt. Welche Pflanzen mit welchem PH-Wert klarkommen. Was von Tipps aus dem Web mit Essigwasser für den Boden zu halten ist. Nebenbei finden sich sicherlich noch genügend Lackmus-Papiere für alle, um später Tests auf der eigenen Scholle durchzuführen.  
Aber nicht nur reden ist diesmal angesagt – auch der Schulgarten selbst muss gepflegt werden. Wir legen also auch Hand an Unkräutern, schneiden, mähen, säubern. Zusammen ist das schnell erledigt und der Garten bestimmt bald gehegt und gepflegt. Sarah hat hierfür den Überblick und weiß am besten, welche Gerätschaften notwendig sind und was getan werden muss. Das wird bestimmt lustig, wenn so viele gute Garten-Wichtel geschäftig in dem kleinen Garten herum springen. 
------------------------------------------------------------------------------------

Foto: Dana König

--- 05. 07. 2024 --- 
    Rückblick: Sommerzeit – Ausflugzeit:
    Mit 5 Sinnen im Schulbiologiezentrum
Am 5. Juli 2024 waren wir mit allen Sinnen unter besonderen Pflanzen. Es ging ums schnuppern, schmecken, fühlen aus dem botanischen Skurrilitäten-Kabinett des Schulbiologiezentrums Burg. Der begeisterte Botaniker Jörg Ledderbogen hatte eine pflanzliche Abenteuertour für uns parat.  Wir haben eine gepflanzte Folge der Entwicklung von pflanzlichen Urformen von Kohl oder Tagetes bis heute betrachtet. Haben im Apothekergarten zielsicher das Bergbohnenkraut unter den Thymians entdeckt. Geschmacklich analysiert, dass der Schweizer Kräuterzucker im wesentlichen aus Zucker und Mentholölen besteht. (Die restlichen 1% Kräuterauszüge haben wir eher geraten.)
Sodann schnupperten wir uns durch Pflanzen mit würzig mediteranen Düften, einem Kraut mit merkwürdigem Vanille-WC-Duftstein-Aroma, lecker duftigen Zitrusnoten, stinkenden, ungewaschenen – nunja... 
Bevor es durch den Farbgarten in den üppig wachsenden Nutzgartenbereich ging. Dort warteten neben den üblichen Verdächtigen auch Nutzpflanzen aus anderen Ländern, vornehmlich Südamerika. Wir schauten uns die Urformen der Getreide an und erfuhren, dass Radieschen sogar richtig tolle essbare Früchte hervorbringen (viel besser und üppiger, als die eine kleine Kugel unterhalb der Erde). Und wir probierten vom genial mampfigen, durch ein Salzbodenbeet fertig gewürzten Kristallblatt – direkt neben dem Queller. Quasi knackig-würzige Pflanzenchips. Yummy!
Die Tiergehege waren schon in Abendstimmung und außer einem neugierigen Pfauenbesuch gab es überall treue Nacktschneckenbegleitung. Bis zu den Glühwürmchen haben wir dann doch nicht durchgehalten. Hatten durch die amüsant-plauderigen Hinweise jede Menge Neues erfahren und einen umfassenden Einblick von der Leistung eines Schulbiologiezentrums bekommen. 
Auch wenn die Website etwas unübersichtlich ist, so bietet das Zentrum auch für Nicht-Schulisch-Besuchende sehr viele Veranstaltungen und hält seine Türen meist für alle bis 16 Uhr eintrittsfrei geöffnet. Sehenswert und lehrreich vor allem an den Sonntagen.
Pflanzenfreund:innen können vorm Eingang am 6. August, 3. September, 1. Oktober 2024 jeweils von 10 bis 14 Uhr günstig gegen Spende Stauden erstehen.
------------------------------------------------------------------------------------

Jonathan Borba @ unsplash.com

--- 08.06. 2024 --- 
    Heia GartenSafari!
Den Safarihelm aufgesetzt, Mückenschutz und los! Anfang Juni öffnen sich die meisten offenen Gartenpforten und auch der Beetklub macht sich auf den Weg durch ein paar Gärten, um neue Inspirationen zu finden und über andere Gartenphilosophien zu erfahren. Voraussichtlich werden wir uns drei Gärten südlich von Hannover anschauen und zwischendurch zum Kaffeetrinken einkehren. Der Plan ist, dass wir uns am Samstag um 11:15 Uhr an der Alten Schule treffen, um dann spontan Fahrgemeinschaften zu bilden. 
Der erste Garten gehört Sibylle Maurer-Wohlatz und ihrem Mann. Sie ist langjährige BUND-Mitarbeiterin rund um das Thema Garten und gehört damit zu den gartenweisen Frauen, die seit langem einen Vermehrungsgarten betreibt. Und sich bestens mit Gemüsesorten auskennt. Wir werden sicherlich tolle Garten-Tipps bekommen und sehen, wie sie in der Praxis umgesetzt sind. Viele alte und unbekannte Gemüsesorten und vielleicht sogar -samen warten dort auf uns. Ein Einblick ins Milpa-Beet und Insektenfreundlichkeit im Garten gehören ebenfalls dazu. Falls noch Zeit bleibt, werfen wir zusätzlich einen Blick auf  den Vermehrungs-Acker. 
Anschließend stärken wir uns im Rosencafé in Hemmingen. Dort angeschlossen ist eine Historische Rosengärterei, die ebenfalls zur Offenen Pforte gehört. Denn die Zeit ist genau richtig für Rosenduft und Blütenfülle. Vielleicht bekommen wir noch eine Rosen-Führung oder wir starten in Richtung Langenhagen zur bunten Vielfalt eines Kleingartenvereins. Das könnten wir auch spontan entscheiden. Ab 16 Uhr starten wir dann wieder 'gen Lindwedel.
Wer lieber auf eigene Faust starten will oder auf den Geschmack gekommen ist, findet hier weitere Safaripläne: 
------------------------------------------------------------------------------------

Irina Iriser @ unsplash.com

--- 05. 04. 2024 --- bereits um 18 Uhr --- 
    April, April…
Nachdem uns der März bereits mit ersten Gartenarbeiten ver- und gelockt hatte, haben wir nun einen der wetterunbeständigsten aber wichtigen Gartenmonate vor uns. Das aktiviert nicht nur die Vögel, sondern auch alle Gärtner:innen. Denn nun wird massiv ausgesäät, umgepflanzt und geplant für die nächste Saison. Erstaunlicherweise sind die Tiefsttemperaturen bereits konstant gnädig mild. Und phänologisch betrachtet, verleitet das Wetter bereits zu klassischen Mai-Aussaaten. Diese sollten jedoch mobil oder bei niedrigeren Temperaturen spontan geschützt werden können. 
Allerdings die Nackschnecken freuen sich auch über die feuchte, milde Witterung und frisches Grün. Wenn es ein heißer Sommer werden sollte, wird sich diese Gefahr schnell erledigen. Was ist uns sonst aufgefallen? Welche Blüten erfreuen uns jetzt besonders? Was ist saisonal nun sinnvoll?  Welche Pflanzenmärkte starten wann? Das werden unsere Themen sein. 
Am 20. April startet außerdem die nächste Pflanzentausch-Börse. Näheres dazu findet sich hier.
------------------------------------------------------------------------------------
Drei verschiedene Zwiebelpflanzen stehen im Glas vor einer Wand

Blütenflor Anfang Dezember von rechts: Ritterstern, Tazettnarzisse Paperwhite, Hyazinthe            Foto: Karin Wallner

--- 15. 03. 2024 --- bereits um 18 Uhr --- 
    „Es wird durchgeblüht!“
So behauptet es Karl Förster, der bekannte Staudenzüchter bereits vor vielen Jahrzehnten. Und recht hat er, denn niemand hat Lust im Winter auf Blütenpracht zu verzichten. Und wenn nicht im heimischen Garten mit Christrosen (Helleborus) Hamamelis, Winterschneeball, Kornelkirsche, Winterjasmin und Zwiebelblühern, dann wenigstens indoor mit Ritterstern (auch Amaryllis genannt), Hyazinthen und neuerdings auch Tazettnarzissen. Wir blicken kurz zurück auf all unsere Winterblühfreunde, tauschen uns über unsere Neuentdeckungen der Wintersaison aus und erfahren, wie sich die Zwiebelblüten recyceln lassen für die nächste Saison.
Die ersten Aussaaten indoor rufen schon. Wir schauen, welche Samen sich angesammelt haben und teilen den ein oder anderen Samenschatz mit den Beetklub-Schwestern. Bringt bitte alle überzähliges Saatgut, Tipps dazu oder erste Keimlinge mit. Und nehmt vielleicht ein paar kleine Tütchen oder Papier mit zum verpacken des Saatguts. 
Die extremen Regenfällen im Winter gehören nun angeblich zum Klimawandel, genauso wie die trockenen Sommer. Dazu braucht es auch manchmal geeignete Stauden die Trockenheits- und zugleich Feuchtetolerant sind. Petra Pelz beschreibt hier einige Pflanzen-Empfehlungen mit sehr schönem Bildmaterial. Und listet diese auch schön sortiert in einem PDF auf, welches hier downloadbar ist.
Das ZDF Magazin Royale ist nicht unbedingt Satire für Zartbesaitete, jedoch gibt es meist eine  erstaunlich recherchierte Skandallüftung in der Sendung. Wie kürzlich das Greenwashing von vielen als nachhaltig verkauften Zimmerpflanzen und wie Weltbürgerin Zimmerpflanze zu ihren EU-Pass kommt.
Am 2. und 3. März finden neuerdings am Kiekeberg Schneeglöckchen-Tage statt.  Schneeglöckchen sind seit einigen Jahre sehr im Trend mit einer stetig wachsenden Fangemeinde.
Gefolgt von den Kiekeberg-Pflanzentagen am 13. und 14. April, die ich immer wieder als Ausflug empfehlen kann.
Am 26.-28. April sind die Pflanzentage auf dem Rittergut Remeringhausen (bei Stadthagen). Bevor die PflanzenTage in Hannover am 11.+12. Mai (Muttertag) stattfinden werden. Aber so weit sind wir noch lange nicht und Ende April bieten der Beetklub selbst sicherlich wieder einen Pflanzentausch-Markt in Lindwedel an. Stay tuned on this site!
------------------------------------------------------------------------------------

Nina Luong @ unsplash.com

--- 30. 09. 2023 --- 
    ErnteSeiDank
Wir Gärtnerinnen und Gärtner freuen uns über gelungene Ernten und neben all den handfesten, praktischen Tipps im Beetklub sollten durchaus einmal andere eher geistige Ebenen bedacht werden. Deshalb kommt hier ein Hinweis ganz spezieller Art:
In vielen Religionen werden Götter mit Opfergaben wohlgestimmt. Ob nun für den christlichen Gott, den muslimischen Gott, die Ahnen, Buddha, den Orishas uvm.. Das Teilen und Abgeben-Können als Dank für die gute Ernte und Stärkung einer guten Energie oder Verbindung von Gott und der Natur ist tief in der Menschheit verwurzelt. 
Die meterologischen Wetterlagen in diesem Jahr war für die Landwirtschaft und den Gartenbau herausfordernd. Die Landwirte konnten den Roggen nur nach langem Warten ernten. Die Niederschläge taten dem Boden gut, aber vermiesten so manch geplanten Garteneinsatz. Die Stürme hinterließen Schäden. Manchmal ist eine gute Ernte nicht selbstverständlich. Also stimmen wir die Energien und Gott friedlich mit unserer Teilhabe.
In Lindwedel bietet sich dafür das Fest: Erntedank an. So können alle Lindwedler:innen ihren Dank auch gemeinsam in einem Gottesdienst ausüben. Das Gemeindezentrum und speziell der Altar wird am 30. September 2023 geschmückt mit den Gaben der Natur. Alle Gottesdienstbesuchenden werden gebeten, ihren eigenen Beitrag dazu mitzubringen in Form eines Gewächses aus der eigenen Ernte. Alle gemeinsam dekorieren solchermaßen aktiv mit. Um 18:10 Uhr schließt sich ein Erntedank-Gottesdienst mit Pastorin Julia Krohmer an. Und nachfolgend lädt der Gemeindeausschuss zu einer Kartoffelsuppe ein. Alkoholfreie Getränke werden ebenfalls gereicht. Sie sind vom Kirchenausschuss herzlich eingeladen, Ihren Dank gemeinschaftlich zu zelebrieren.
------------------------------------------------------------------------------------

A’gezünselt is! Auf diesem Bild sind mehrere Zünslerrauben versteckt – Finde Sie!                Foto: Karin Wallner

--- 08. 09. 2023 --- 
    Invasion der Schädlinge
Lindwedel ist praktisch über Nacht buchsbaumfrei geworden. Die vielen Niederschläge gaben, wider Erwarten nicht den Nacktschnecken Auftrieb, sondern dem Buchsbaumzünsler. Nur sehr geschützte quasi dunkel und trockenstehende Exemplare des Buchsbaums haben diese Zünsler-Attacke überlebt. Es gibt neben einem offiziellen Pflanzenschutzmittel noch Hausmittel. Jedoch kam für viele Pflanzen nur noch die Entsorgung in dunklen Plastiksäcken auf die Deponie in Schwarmstedt in Frage – direkt in die Müllverbrennung des Restmülls – keinesfalls in den Biomüll. Hier ist die ultimative Web-Seite mit allen Infos zum Zünsler. Als historisch-formaler Garten gehören die Buchsbäume unbedingt zum Gartenbild des Herrenhäuser Gartens. Die Herrenhäuser:innen haben gute Erfahrungen mit dem auf der Seite empfohlenen Bakterium gemacht. Allerdings schauen sie sehr regelmäßig innerhalb eines Buchsbaum-Monitoring, wie es aktuell um die Hecken steht und ob sich ggf. Mini-Baby-Räupchen herumtreiben. Unsere Sophia vom Beetklub hat gute Erfahrungen mit dem Zünsler-Mittel von Neudorff gemacht.
Erstaunlicherweise gab es von den Betroffenen im Beetklub sonst keine Tränen um die Buchse. Die verwaisten Plätze wurden kurzerhand blühfreudiger neu bepflanzt. 
Nur falls Sie nicht auf eine Beetumrandung verzichten wollen, die Ihrem Garten eine klar definierte Struktur in naturnaher Interpretation verleiht. Versuchen Sie es mal mit Thymian. Besonders die Sorte ‘Deutscher Winter’ ist eine geeignete buschige, dicht-gedrungene wintergrüne Staude, die von Juni bis Juli hellviolette Blüten mit einem angenehmen Duft bildet. Er liebt einen sonnigen, warmen Standort, wird von Insekten geschätzt und ist klimawandelfreundlich hitzeverträglich. Gewöhnlich erreicht er eine Höhe von ca. 30 cm und eignet sich darüber hinaus als Küchengewürz und Tee-Heilpflanze bei Atembeschwerden. Die Samen sind günstig zu bekommen und werden im April ausgesäät. Da kann kein Buchs mithalten. Darüber hinaus gibt eine Ilexsorte, die dem Buchs zum verwechseln ähnlich ist und Lindwedler Sandböden bevorzugt: Ilex Crenata ‘Dark Green’
Schädlinge können sehr großen Schaden anrichten. Die Erfahrung haben alle Gartenbetreibenden gemacht. Nach all der Mühe nur noch Strunk, Ast-Skelette, Gewimmel, Löcher oder rein gar nichts mehr von den umhegten Hoffnungsträgern vorzufinden, schürt eindeutig negative Gefühle gegenüber den Beschuldigten. 
Aber wir sind meist nicht machtlos. Die Natur selbst gibt uns sehr viele Schädlingsbekämpfungsmittel zur Hand. Neben den üblichen Hausmitteln, klappt die Bekämpfung besonders naturfreundlich mit den entsprechenden Fraßfeinden der Schädlinge sehr gut. Leider sind diese oft teuerer zu erstehen, als die üblichen Hausmittel, wie Essig, Spüli, Neem, Algenkalk, usf.
Wir tauschen uns am 8. September 2023 aus, über eigene Erfahrungen mit Schädlingen in Garten und Indoor-Blumentöpfen. Was hat geholfen und was gar nicht und werden wieder ein Stück schlauer.
------------------------------------------------------------------------------------
Der Beetklub Lindwedel sitzt gemeinsam  um den Tisch im Schulgarten.

Foto: Karin Wallner

--- 04. 08. 2023 --- 
    Grüne Gespräche
Wir treffen uns am Freitag , den 4. August 2023 um 19:00 Uhr ganz lauschig an der Alten Schule. Denn wir müssen mal wieder ausgiebig grün miteinander reden und lachen. Was sind unsere Erfahrungen in diesem Jahr? Was hat uns begeistert? Was ging gar nicht? Gibt es neues Beikraut im Garten, bringen wir es gleich mit zur gemeinsamen Analyse. Gab es Schädlinge oder Pilzbefall, weiß sicherlich die ein oder andere Beetschwester was zu tun ist. Der 4. August steht ganz im Zeichen des (Wissens-)Austauschs gern ergänzt durch weiteren Saat- und Pflanzen-Umtausch. Auch neue Ideen, neugierige Gäste und Anregungen sind willkommen. Gemüse- oder Obst-Verkostungen nicht ausgeschlossen.
------------------------------------------------------------------------------------

Foto: Birgit Drücker

--- 07. 07. 2023 --- 
    Ausflug in die Prärie
Zeit für den Zierpflanzengarten!  Wir treffen uns am Freitag , den 7. Juli 2023 bereits um 18:00 Uhr an der Alten Schule. Denn dort bilden wir spontan Fahrgemeinschaften, um Prärieluft zu schnuppern. Die gibt es in Büchten direkt in der Nachbarschaft von Offenthal-Lilien. Christina Macke betreibt dort Ihre kleine Staudengärtnerei, die sich auf sommerliche Prärie-Stauden spezialisiert hat. Und genau jetzt im Sommer ist das phantastisch, denn natürlich handelt es sich um ganz besondere Exemplare, die dort zu finden sind. Von romantischer Wiesenraute, schwebenden Wiesenknopf über farbenprächtig verwuschelte Monarden zu außergewöhnlichen Spierstrauch-Sorten und leichter Schmetterlingsblume (Gaura) findet sich ein ausführlich umfangreiches Sortiment für außergewöhnlich geschmackvoll neue Trend-Raritäten. Sehr viele Pflanzen kommen ursprünglich aus der Prärie und sind von Natur aus gut trockenheitsverträglich. Aber wer bei Prärie an  staubig trockene Landschaften aus Cowboyfilme denkt, wird in jedem Fall von einer üppigen Pracht, Formen- und Farbenvielfalt überrascht werden. 
Das schöne ist, dass wir uns, am Abend wieder in den Garten einschließen lassen können und ganz exklusiv der Gärtnerin viele Fragen stellen können. (Das Taglilien-Buffet-Beet, wie letztes Jahr im Berggarten, ist diesmal allerdings tabu.) Lasst uns nach Büchten reiten und die goldene Sonne putzen... Wir laden auch neugierige Beetklub-Greenhorns ein mit uns zu kommen. Yee-haw
------------------------------------------------------------------------------------

Edward Howell @ unsplash.com

--- 02. 06. 2023 --- 
    Kompost – kommt Rat
„Das schwarze Erdöl des Gärtners“ findet sich nicht in hoffnungsvollen Bodenbohrungen, sondern meist mitten in verrottenden Küchenabfällen in versteckten Ecken eines wüchsigen Gartens. Dort liegt er, der Komposthaufen. Ein Müll-Mikrobiom der besonderen Art – Wunder der biologischen Zersetzung – Quelle für Pflanzendünger – der perfekte Boden-Aktivator – schmutziges Geheimnis gärtnerischer Erfolgsernten – hier schließt sich der Kreis vom Vergehen und Neubeginn. Windende rote Würmer, jede Menge Pilze, Hitze, spezielle Bakterien und allerlei Philosophien mit weiteren teilweise mysteriösen Beigaben, wie Kompostkräuter sind die Rezeptzutaten dieses Reste-Konglomerats. Wir tauschen unsere Erfahrung aus, über Pflanzenkohle, der richtigen Schichtung, Unverzichtbarkeiten und schnelle Rottevorgänge oder mißlungene Ergebnisse dieses hilfreichen Gutes.
Zu Gast wird Fachfrau Andrea Preißler-Abou El Fadil sein, Autorin des Buchs: „Gärtnern nach dem Terra Preta-Prinzip“. Sie befasst sich seit 2009 in Theorie und Praxis mit dem Thema Terra Preta, das sie sowohl als Historikerin als auch passionierte Gärtnerin fasziniert. Beim BUND Region Hannover engagiert sie sich für das Kooperationsprojekt »Universum Kleingarten« zur ökologischen und sozialen Stärkung der Kleingärten in Hannover.
Im Palettengarten Linden-Nord (PaGaLiNo) in Hannover betreibt sie einen eigenen Experimentiergarten zum Urban Gardening und Humusaufbau mit Pflanzenkohle-Kompost. Mit ihrer Biowerkstatt Bildung und Projekte arbeitet sie über Nachhaltigkeitsthemen mit Bildungsträgern und NGOs zusammen. Wir freuen uns sehr auf sie, neugierige Gäste und unsere grünen Plaudereien zum Thema.
Wir treffen uns am Freitag, den 2. Juni 2023, diesmal bereits um 18:30 Uhr im Garten der Alten Schule. 
------------------------------------------------------------------------------------

Karin Wallner, Lindwedel

--- 06. 05. 2023 --- 
    Glück und Stauden kann man teilen!
Endlich mal ausgiebig Plauschen und Tauschen mit Kuchen und Kaffee satt! Statt am 5.5.2023 treffen wir uns am Samstag , den 6.5. von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr. Und wer sich irgendwas wünscht, was vielleicht jemand haben könnte, schickt seinen Pflanzen-Wunsch hier einfach vorab in den Äther. Vielleicht findet sich ein Wunsch-Erfüllungs-Engel.
Alles weitere dazu findet sich unter Veranstaltungen. Das nächste abendliche Treffen wird voraussichtlich am 2. Juni zum Thema Kompost erfolgen. 
------------------------------------------------------------------------------------
Frühlings-Blütenzweig

Anthony Delanoix @ unsplash.com

--- 14. 04. 2023 --- 
    Frühlingssaaten
Auch Jean Paul wusste schon: »Das Schöne am Frühling ist, dass er immer dann kommt, wenn man ihn am dringendsten braucht.« Und nach all dem Frost und Grau drängen uns die Frühblüher, Blühsträucher und gärtnerischen Vorhaben zur Ungeduld. Viele haben bereits Tomaten, Paprika, Brokkoli, Möhren, Radieschen drinnen oder draußen ausgesät und freuen sich über jedes neu angesetzte Blattpaar. Der Beetklub wird sich austauschen über Aussaattricks, neue Erfahrungen oder gescheiterte Anbau-Versuche aus der langen Winterzeit. Und der ein oder andere überzählige Keimling wird nebenbei sein Domizil wechseln. Oder wer hat, bringt ein neu entdecktes Gartenbuch mit.
Außerdem zeigt Sarah – frisch zurück gekehrt aus England – ein paar Fotos vom Londoner Gartenmuseum, welches sie sehr begeistert hat und anderen britischen Gartenimpressionen. Keep calm and carry on!
Natürlich werden wir schauen was saisonal ansteht, aber es steht viel Neues an, was gemeinschaftlich entschieden werden muss. So bekommen wir hoffentlich  Besuch von der Grünen Arche und dürfen uns dort ein spannendes Gartenthema aussuchen. Wir können entscheiden, wie unser nächster Ausflug aussieht und die weiteren Jahresthemen und wie es bei der Lindwedler Pflanzentauschbörse am 6. Mai ablaufen soll. 
Noch etwas Werbung: für alle, die nach einem sehr günstigen Hochbeet Ausschau halten. Derzeit befinden sich größere Altholz-Palettenrahmen gegenüber der Alten Schule beim „Lindwedler Futterglück“ zum Verkauf. Diese sind übereinander steckbar und durch die Metallkanten sehr robust. Günstiger als dort habe ich sie bislang nirgends gefunden.
Wir treffen uns also am 14. April, um 19 Uhr in der Alten Schule. Gäste sind stets willkommen.
------------------------------------------------------------------------------------

Quelle: NWLKN, Grundwasserstandsentwicklung Fuhrberger Feld 1991-2000

07. 10. 2022 --- 
    GrundwasserMangelGebiet Lindwedel?
Endlich wieder Regen! Die regnerischen Tage füllen die Regentonnen. Statt trockene Tannennadeln regnet es ganz "normal" und so füllt sich der Boden mit einer bisher knapp 10 cm durchfeuchteten Schicht. Mehr ist es leider bisher nicht. Darunter hat der Sommer seine Spuren hinterlassen in meterdicken trockenen Sand. Schaue gern selbst mal nach, wie weit der Regen in den Boden gesunken ist. 
Eine sinnvolle Überlegung ist nun vielleicht die Anschaffung eines handfesten  1.000 l IBC-Containers statt der üblichen 150-300l-Regentonnen. IBC-Container werden in stabilen Gittern aufgestellt – quasi inklusive Rankgitter und damit geeignet für eine schöne kaschierende Begrünung mit z.B. wildem Wein. 
Lindwedel ist Teil des Fuhrberger Felds und damit Wassergewinnungsgebiet für Hannover und das kann man durchaus wörtlich nehmen.  Seit ein paar Wochen verhandeln enercity, Landwirte und die Waldbesitzenden in unserer Gegend und suchen nach Lösungen. Hintergrund: die Entnahmerechte sind seit 2020 abgelaufen und müssen – alle 30 Jahre – neu verhandelt werden. Ups! Ganze 30 Jahre? Was wird in 30 Jahren mit unserem Klima sein?
Fakt ist, dass der Grundwasserspiegel in Lindwedel vor 13 Jahren grob bei 1,5 m Tiefe lag. Derzeit liegt er bei knapp 5 m. Insbesondere nach trockenen Sommern braucht es erstmal wieder Monate, bis der Spiegel wieder auf ein vertretbares Level kommt.  Doch die langfristige Tendenz des Spiegels sinkt nach unten. Lindwedel und die Wedemark sind nicht allein mit dieser Problematik, auch die Lüneburger Heide streitet sich seit Jahren mit Hamburg ums Wasserrecht.
In den 50ern gab es in Lindwedel sogar einen See, Moor und Wasser stand auf den Feldern. Lindwedel war ein sehr nasses Eckchen. Heute unvorstellbar! Vorstellbarer dagegen: was passiert wenn unsere Brunnen nicht mehr ausreichen für die eigene Gartenbewässerung? Adé der Traum von Selbstversorgung aus dem Garten! Wenn Bäume sterben, Waldbrände drohen und Stürme die letzten angeschlagenen Bäume umkippen. Häuserwerte sinken - dieses Dorf kann dann nicht grad schöner werden.
Oder birgt es Potenzial, wenn wir die Situation positiv nutzen? Lindwedel als Leader in Sachen Umweltbewusstsein? Wir entsagen flexibel in extrem trockenen Jahren dem Fuhrberger Feld und behalten dann in solchen Dürreperioden unser Wasser. Sammelbestellungen für IBC-Container. Der Dorf-Klempner macht Sonderkonditionen für den Einbau von Zwei-Kreis-Wassersystemen mit Brauchwasser für Toilettenspülung und Waschmaschine. Teile des Moors können renaturiert werden und aktiv CO2 binden, Bewässerung durch das aufbereitete Klärwasser. Und natürlich unterstützt der Beetklub mit naturgemäßem Gartenwissen. Ein Dorf wächst zusammen über eine lokal unabhängige Versorgung?  Ganz eigenständig haben Orte wie der Flecken Steyerberg und viele andere Orte für sich weitgehende Autarkie geschaffen über Genossenschaftliche Strukturen, Zisternen, eigene Brunnen, Wasseraufbereitung bis hin zu Windrad, und weiterer Energieversorgung.
Wir tauschen uns aus, sammeln Erinnerungen, Meinungen, Möglichkeiten, Fähigkeiten und beleuchten die dunkle Seite des Viehbruch-Moors. Wer nicht warten kann oder nicht kommen mag, informiert sich hier. Ansonsten bereiten wir uns auf die Saisonpause vor. Schauen, was vorm Winter noch im Garten zu erledigen ist und gehen in den gärtnerischen Winterschlaf. Bevor wir uns dann im nächsten Jahr voraussichtlich zum Veredeln mit dem Streuobstpädagogen Thomas Halanke treffen. Jetzt ist die Zeit Steckhölzer dafür zu schneiden oder später zu bestellen.
------------------------------------------------------------------------------------

Shivam Singh @ unsplash.com

02. 09. 2022 --- 
    Wasser Marsch!
Endlich Urlaub – nix wie weg – nur was passiert mit dem Garten? In Lindwedel herrschen wochenlang über 30 °C ohne einen Tropfen Regen. Wie kann das gehen? Die Nachbarn fragen? – Unzumutbar! Ein hochtechnisierter Smarthome-gesteuerter Bewässerungscomputer mit mindestens 5 Wasserkreisläufen nacheinander? Gibt es so was überhaupt? Tropfschläuche? Oder liebe klassische Beregner? Wieviel Zoll hat eigentlich der Wasserhahn? Schafft das die Pumpe? Wie lange wird der Regenwasserspeicher halten? Eigentlich muss ich packen und habe keine Zeit für so was – so wie mir wird es vielleicht einigen ergangen sein. 
Wir wollen uns austauschen, wie unser Garten die Urlaubs-Trockenheit überstanden hat, was gut und was gar nicht geklappt hatte. Wer hat welche Strategie für das geliebte Grün gefunden und geniale erschwingliche Gerätschaften, wie z.B. einen "Wasserverteiler" entdeckt? Oder gab es gar herbe Verluste, die durch beetschwesterliches Teilen ausgelichen werden müssen? 
AUSSERDEM: wir graben sie wieder aus und gewinnen!  Die kluge Gärtnerin und der kluge Gärtner wissen: nur Geduld und Zeit bringen Erfolge im Garten. So auch bei uns. Unsere Unterhosen waren gut ein Jahr in der Erde, und nun müssen wir sie wiederfinden und mitbringen zum Großen Unterhosen-Vergleichs-Contest! Yay! Sind sie noch gut erhalten oder haben unsere Bodenlebewesen alles gegeben und quasi nur noch das Gummi übrig gelassen? Wir werden vergleichen und gemeinsam prüfen! Diejenige Beetschwester mit der zerfressensten Hose hat nicht nur das Glück eines gesunden, aktiven Bodenlebens, sondern auch die Chance auf einen Staudengutschein über 25 €. Aber auch die besterhaltenste Unterhose wird den gleichen Trostpreis bekommen, denn da ist vielleicht die Unterhose gerettet, aber vermutlich noch viel Bodenaufbau notwendig. Wir sind sehr gespannt! ;)
Es gibt ein neues Workshop-Format der Herrenhäuser Gärten für je 4-15 Personen mit richtig versierten Profi-Tipps für Gärtner*innen von Herrenhausens Garten-Expert*innen. Treffpunkt ist die Berggarten-Kasse. Kostenpunkt 16 € zuzügl. 3,50 € Berggarten-Eintritt. Den Anfang machen trockenheitsverträgliche Präriepflanzen gefolgt von Zwiebelblumen-Know-how und zu guter letzt Sukkulenten und Kakteen. 
Auch der Bund bietet Workshops und Aktionen an. Ein Blick in die Veranstaltungen (siehe auch Navigation oben) birgt eine Übersicht.
Nachtrag: hier sind die stolzen Siegerinnen des Pflanz' einen Slip-Contests.

Karin Wallner, Lindwedel

Das waren mal Slips! Nach über einem Jahr in ca. 15 cm Tiefe vergraben hat sich sämtliche Baumwolle aufgelöst. Zurück bleiben Estalan und Gummi der erste Preis wurde beetschwesterlich geteilt. Manche andere Unterhose ist komplett verschleppt worden und wird jetzt von Wühlmäusen und Maulwurf getragen. 
Der Trostpreis (rechts im Bild) war vermutlich nur zu tief eingegraben. Dort ist das Bodenleben bereits zurückhaltender. Sehr beeindruckend, wie gründlich die Bodenlebewesen gearbeitet haben! 
Gewonnene Erfahrung: Vermutlich wäre das Ergebnis sogar nach einem halben Jahr schon ausreichend gewesen. Ein schöner Wettbewerb, der mit Staudengutscheinen belohnt wurde.
------------------------------------------------------------------------------------

Simon Berger @unsplash.com

05. 08. 2022 --- 
    Trockenheitsverträgliche Stauden
Summer in the city! Auch in Lindwedel schlägt die berüchtige Trockenheit wieder zu. Die Gemeinde schlägt vor, dass Straßenbäume von den Anwohnern mit 70 Litern gegossen werden sollen. So viel braucht so ein Baum durchaus mal am Tag.  Was wäre die Folge, wenn wir uns dem verweigern? Verendende Pflanzen? Eine neue Vegetation? Ein mediterranes Lindwedel mit Kakibäumen, Rosmarin, Oleander? 
Beim nächsten Beetklub-Abend geht es um den Umgang mit der Trockenheit. Wir tauschen uns aus über trockenheitsverträgliche Stauden, Bewässerungsstrategien, Tipps und Tricks, wie wir der brütenden Sonne den Riegel vor die Pflanze schieben. Wir treffen uns um 19 Uhr im Garten der Alten Schule.
------------------------------------------------------------------------------------

Karin Wallner, Lindwedel

01. 07. 2022 --- 
    Staudenbeete gestalten
Lindwedel in Herrenhausen! Am 1. Juli besuchen wir den Berggarten Hannover, um von der Gartenarchitektin Karin Degenhardt der Herrenhäuser Gärten zu lernen. Sie wird uns einweihen in die Geheimnisse ansprechender Staudenbeet-Gestaltung. Worauf kommt es an? Was sind geeignete Kombinationen und warum. Was sind Leitstauden oder Strukturbildner? Nebenbei erweitern wir unsere Sortimentskenntnisse bei Stauden und Sommerblumen, Lernen viele verschiedene Gräser- und Farne kennen. Erfahren, wie Farben und Formen zusammenwirken. Und vor allem: warum sehen meine Beete immer irgendwie zusammengewürfelt aus und wie können sie optisch schöner werden? Was macht eine gute Staudenplanung aus und wie geht das?
Sicherlich ist es sinnvoll eigene Staudenpflanzungen als Foto mitzunehmen, um die Expertin konkret zu befragen. Wir treffen uns also nicht an der Alten Schule, sondern um 18:15 Uhr mit FFP2-Maske bei Kohlmeier in der Hannoverschen Straße 14, also das Haus direkt am Bahnhof Lindwedel und schauen situationsbedingt, ob wir per 9-Euro-Ticket fahren wollen oder eine Fahrgemeinschaft bilden. Wer selbst fahren will, kommt um 19:30 Uhr zum Berggarteneingang dazu. So können wir uns auch nach den offiziellen Schließzeiten im Berggarten umschauen, uns »heimlich einschließen lassen«, das frisch eingerichtete Herrenhausen-Forum begutachten und ganz exklusiv über attraktive Staudenbepflanzungen lernen. Eventuell kommen 3,50 € Garteneintritt dazu – ansonsten ist die Veranstaltung für den Beetklub Lindwedel and Friends kostenfrei.
Wer seinen eigenen Garten komplett planen will, sollte sich in Bad Zwischenahn anmelden. Dort gibt es am 30. Juli einen Schritt-für-Schritt-Workshop und vieles anderes Interessantes mehr.
------------------------------------------------------------------------------------

Isabelle Fragniere​​​​​​​ CC BY-SA 3.0

03. 06. 2022 --- 
    Über Milpa-Beete & Saisonales austauschen
Kurzfristige Änderung im Programm! Wir verschieben unseren Ausflug nach Herrenhausen auf den 1. 7. 2022 und treffen uns, wie üblich, um 19:00 Uhr im Garten der Alten Schule in Lindwedel, Schulstr. 7. Endlich bei wohliger Zimmertemperatur draußen sitzen und sich über die neuesten Gartenereignisse austauschen! Aktuelles Schneckenaufkommen, Gießen, gute Ernteaussichten, schlechte Ernteaussichten, Schädlinge und Helferlein. Was steht saisonal an Gartenarbeiten an? Wir begeistern uns über Mohn, Allium und startende Rosenblüten. Und welche kluge, praktikable Erkenntnis hatten bereits die Maya in frühen Zeiten über die Kombination „der drei Schwestern“ Mais, Kürbis und Bohnen als Pflanzengemeinschaft gewonnen? Eignet sich das urwaldähnliche Milpa-Beet der Maya auch bei uns und worauf gilt es zu achten? 
Es gibt übrigens eine sehr robuste Mais-Sorte, die tatsächlich samenfest und keimfreudig ist – der Batam-Mais. Wir können Samen zur eigenen Nachzucht im Sinne der Altsorten-Vielfalt zur Verfügung stellen, bringt kleine Tütchen mit!  Und wer überzählige Jungpflanzen gezüchtet hat, findet bestimmt an dem Abend freudige Abnehmer*innen.
Weitere Tipps: Um 5 Uhr morgens im Herrenhauser Garten die Sonne aufgehen sehen? Einen typischen Klostergarten in Mariensee bewundern oder alles über Mönchspfeffer oder Bienen erfahren? Und vieles mehr:  vom 3. bis 5. Juni startet das deutsch-französische Garten-Event «Rendezvous im Garten». Ein Blick auf die Website lohnt. 
Und der nächste Pflanzenverkauf im Schulbiologiezentrum Hannover, Vinnhorster Weg 2 ist am 14. Juni von 10:00 bis 15:00 Uhr.
------------------------------------------------------------------------------------

Sarah Kohlmeier, Lindwedel

06. 05. 2022 --- 
    Förderliche Garten-Freundschaften
Mit Beginn der Apfelblüte startet der phänologische „Vollfrühling" bis zur Himbeerblüte und die Blumenbeete füllen sich mit all den nahezu vergessenen Zwiebelblühern. Der im Winter beschnittene Apfelbaum an der alten Schule fühlt sich pudelwohl mit all seinen vielen Blütenbeweisen und dem jetzt schön lichten Astwerk. (siehe Foto)
Wir treffen uns am 6.5. ganz klassisch um 19:00 Uhr in der Alten Schule Lindwedel. Neben all den im Mai anstehenden Gartenarbeiten werden wir uns dem Thema „Begleitgrün“ widmen. Welche Pflanzen fühlen sich neben welchen Pflanzen wohl und unterstützen sich gegenseitig. Für den Nutzgartenbereich ist das Thema mit den Nachbarschaften als Mischkultur bekannt und viele Tabellen kursieren darüber. Besondere Expertinnnen dazu sind Gertrud Franck sowie Marie Luise Kreuter. Bekanntestes Beispiel dazu ist die unterstützende Nachbarschaft von Möhren und Zwiebeln.  Aber es gibt auch durchaus Bäume, Blumen oder Kraut, die den Nutzgarten und den Ziergarten fördern oder hemmen. Zum Beispiel Bechermalven zum Salat oder Borretsch zu Erdbeeren oder vielleicht darf die stetig durch den Garten wandernde Pfefferminze in diesem Jahr einmal mit ihren ätherischen Ölen die Kohlpflanzen schützen? Vielleicht habt Ihr da auch eigene Erfahrungen zum Austausch? Selbst im Blumenbeet sind Nachbarschaften des Rittersporn mit der hohen Bartiris, auch Schwertlilien genannt, förderlich. Falls die Rosen kümmern, versucht es mit dem Borretsch drunter. Seine Saponinausscheidungen stärken den Rosenwuchs. Die Nachbarschaft eines Buchsbaums verhindert Lausbefall an den Rosen oder etwas Schafgarbe ist das ideale Winterlager für lausverspeisende Marienkäfer. Es gibt viel neue Erkenntnisse, die bisher nicht in Tabellen zu finden sind. Wir schauen sie uns an.
Weitere Tipps: 
Im NDR läuft abends einmal monatlich "Rasch durch den Garten“. Die Sendung ist vollgestopft mit guten Tipps.  
Am 7. und 8. Mai von 10-17 Uhr finden im Stadtpark Hannover wieder die empfehlenswerten bunt gemischten Pflanzentage statt.
Wer noch mehr Pflanzen kaufen möchte und nebenbei Erbauung durch überbordende Rhododendren-Blütenpracht sucht, schaut am 14. oder 15. Mai in den Rhododendren-Park, Bremen, wo von 10-17 Uhr ebenfalls ein Pflanzenmarkt stattfindet. 
Und ein Geheimtipp für günstige Stauden ist der Verkauf am Eingang des Schulbiologiezentrums Hannover, Vinnhorster Weg 2. Von jeweils 10-15 Uhr üben sich dort die Auszubildenden mit kompetenten Wissen zu den angebotenen Pflanzen. Nachfragen übt umso mehr. Der Verkauf findet nur am 3. Mai, 14. Juni, 5. Juli. 6. September und 11. Oktober 2022 statt. 
------------------------------------------------------------------------------------

Karin Wallner, Lindwedel

--- 01. 04. 2022 --- 
    Methoden, Tipps & Kniffe zur Aussaat
Das Frühjahr – die ungeduldigste Gartenzeit hat begonnen. Die ersten Zwiebelblüher stecken ihre grünen Spitzohren aus der Erde oder erfreuen uns mit ersten Blüten. Das Wetter ist sonnig und lässt uns den Sommer ahnen, nur die Nachtfröste erinnern uns, dass es doch noch sehr früh im Jahr ist. Es braucht noch Geduld.
Viele haben ihre ersten Samen in die Erde gebracht, einen Gartenplan erstellt, die nächsten Sommerzwiebel-Blumen bestellt, Rhizome gepflanzt und sogar bereits die ersten Sämlinge pikiert. Wir wollen uns bei unserem nächsten Beetklub-Abend austauschen und wissen, wie Du vorgehst bei der Aussaat. Was ist Dir wichtig dabei? Welche Pflanzen und Gerätschaften sind für Dich unerlässlich? (gern mitbringen) Oder gab es gar Schwierigkeiten bei der Aussaat? Dabei findet sich sicherlich der ein oder anderen gute Tipp.
Außerdem erfahren wir, was sich gegen die keimlingswurzelfressenden Trauermückenlarven unternehmen lässt und woran wir sie überhaupt erkennen. Und wir erleben live die Skarifizierung von Paprika oder Chillysamen, so dass sie statt erst in 2 bis 3 Wochen ruckzuck innerhalb von 12 Stunden loskeimen. So wissen wir sehr schnell, ob unser Saatgut überhaupt noch fit war. 
Außerdem: was tun mit den verblühten Zwiebeln? Wie sammeln sie Kraft fürs nächste Jahr? Im Speziellen lassen sich übrigens  auch Ritterstern-Zwiebeln (bekannt als Amaryllis) fürs nächste Jahr wiederbeleben. Sobald sie verblüht ist, schneidet man die verwelkten Blüten mitsamt dem Stiel ab. Nur die Blätter bleiben quasi als Mini-Solarpanels zum Energie sammeln. Die Pflanze wird weiterhin regelmäßig etwas gegossen und alle 14 Tage kommt etwas Flüssigdünger mit ins Gießwasser, um das Blattwachstum anzuregen. Sobald es ab Mitte Mai frostfrei ist, können Zwiebel mit Blättern sogar absonnig und geschützt rausgepflanzt werden. In dieser Zeit sammelt die Pflanze Kraft, um im Winter wieder ihre sensationellen Blüten zu entwickeln. Ab August beginnt die Ruhephase. Die Pflanze soll eintrocknen und die Zwiebel kann dunkel bei ca. 15 °C lagern. Ab November kommt die gepäppelte Zwiebel wieder in frisches Substrat und beginnt zügig auszutreiben. Falls Blätter dann zu erst kommen: abschneiden!
Wir treffen uns am 1. April 2022 vorerst früher um 18:00 Uhr in den Räumen der Alten Schule mit ordentlich Windzug im Raum, Maske, Abstand usw. 
------------------------------------------------------------------------------------
04. 03. 2022 --- 
    Noch kein Treffen im März
Eigentlich der wichtige Monat für vorziehen, ansetzen und aussähen, nur liegt Covid19 besonders in der Samtgemeinde Schwarmstedt noch ungehindert in der Luft, dass ein Indoor-Treffen zu gewagt erscheint. Um draußen zu sitzen ist es noch zu ungemütlich. Also geben wir uns der gelernt gärtnerischen Geduld hin und warten noch einen Monat bis zum 1. April 2022 mit einem Treffen. Aussaaten von Auberginen, Paprika, Artischocken an der heimischen Fensterbank sollten idealerweise bereits laufen. Am 14. März ist ein ausgeprochen günstiger Blattaussaattag und am 15. März ab 12 Uhr folgt endlich der ultimative Tomaten-Aussaattag (Frucht) den sämtliche Planeten günstig bescheinen.   
Bis dahin bieten sich außerdem lehrreiche Online-Meetings an. Zum Beispiel am 9. März zu Schaderregern an Obstgehölzen oder die vielen Online-Vorträge der Grünen Arche, die sich der Verbreitung von samenfesten alten Gemüsesorten widmen und ein umfangreiches Programm anbieten von Tomaten, Chili, Paprika über die Milpa-Kombinationen bis hin zu Bohnen, Erbsen uvm. 
------------------------------------------------------------------------------------

Roman-Kaft@unsplash.com

--- 05. 02. 2022 --- 
    SaisonStart mit dem richtigen Schnitt
Der Beetklub startet in die nächste Saison 2022 bereits am 5. Februar 2022 mit gepflegten Baumfrisuren. Thomas Halanke, seines Zeichens Streuobst-Pädagoge, Schafzüchter und Selbstversorger zeigt uns ausnahmsweise an einem Samstag ab 10:00 Uhr den richtigen Obstbaumschnitt anhand der Bäume im Garten der Alten Schule. Pro Nase sammeln wir dazu 10 € ein. Denn die Zeit ist günstig für den Apfelbaumschnitt, sofern die Witterung  halbwegs frostfrei bleibt. 
Wir wärmen uns am Samstag über über einen Teller vegetarische Suppe, Laugengebäck und Feuertonnen, denn wir werden ausschließlich draußen sein. Die FFP2-Maske wärmt wenigstens die Nase, die Heißgetränke muss jede*r selbst für sich mitbringen und die grünen Gespräche ergeben sich sowieso. Es versteht sich von selbst, dass niemand erkältet dazu kommt und für die Sicherheit von sich und den Anderen sorgt. Diese Veranstaltung erfordert die 2G+- Voraussetzungen und Nachweise müssen mitgebracht werden. Falls es regnet. sorgen Schirme für einen guten Abstand. 
Außerdem benötigen wir Astscheren, Zugsägen und trittfeste Leitern bei Tausch mit entsprechender Desinfektion. Wer hat, bitte mitbringen!
------------------------------------------------------------------------------------

Karin Wallner, Lindwedel

--- 01. 10. 2021 --- 
    Frühjahrs-Freude pflanzen
Um noch etwas Tageswärme zu erhaschen, treffen uns am 1. Oktober viel früher bereits um 17:00 Uhr draußen bei Mertens im Hirtenweg 15 in Adolfsglück. Dann hoffen wir, dass bis dahin die Blumenzwiebel-Lieferungen aus Holland eingetroffen sind und verteilt werden können. Denn wir träumen von bunten Farbtupfern im sonst noch kahlen Frühjahr und helfen dem "Blauen Frühlingsband" etwas nach. Dafür verstecken wir unsere "Ostereier" in Form von Blumenzwiebeln ab sofort in den frostfreien Herbsttagen unter der Erde. Zwiebeln wurzeln am besten bei einer mehrwöchigen Temperatur zwischen 5 °-10 °C. Sobald die Zwiebeln bewurzelt sind, wird auch der Frost so gut vertragen, dass ein Winterschutz nicht notwendig ist. Wir tauschen uns aus, was dabei zu beachten ist, wie das am besten funktioniert und wie Wühlmäuse abgehalten werden, sich vorab über das Zwiebelglück her zu machen. Dafür sind alle aufgefordert, aus ihren Erfahrungen zu plaudern oder praktisch zu demonstrieren. Wir schauen, wie schön eine "Zwiebel-Lasagne" im Blumentopf aussehen kann und wie das "Rezept" dafür lautet. 
Blumenzwiebeln sind nicht nur schöne Geschenkideen, auch fertig gesteckte Beete oder Töpfe sorgen für weniger bewegliche Menschen für nachhaltige Freude. Sogar während des Lock-Downs konnte ich eine geschlossene Familien-Gärtnerei überreden, meiner Schwester ein Blumenzwiebel-Überraschungspaket zusammen zu stellen und ihr vor die Tür zu stellen, denn der Wunsch nach frischem Grün ist im Frühjahr besonders ausgeprägt.
Besonders hübsch sieht es aus, wenn verwildernde kleine Zwiebelsorten, wie Krokusse, Winterlinge, Schneeglöckchen, Blausternchen, Wildtulpen oder Schneeglanz, direkt in den Rasen gepflanzt wurden. Nur darf der Rasen dann erst gemäht werden, wenn das Blumenlaub hinreichend abgestorben ist; meist 6 Wochen nach der Blüte. 

LaPalma bringt uns den sauren Regen zurück. Seit Tagen spuckt der Vulkan auf LaPalma Asche und Lava und nun auch vermehrt riesige Schwefeldioxid-Wolken, die über die Atmosphäre nach Europa und sogar Deutschland gelangen. Die Generation "Waldsterben" erinnert sich noch. Schwefeldioxid ist eines der typischen Autoabgase, welches uns damals vor schwerwiegende Umwelt-Probleme gestellt hatte. Der Wald wurde in großen Mengen kahl, weil der Regen dieses Gas aus der Luft in den Boden gewaschen hatte. Was schlecht für den Wald ist, ist für den Garten gut, denn Schwefel gehört zu den notwendigen Pflanzennährstoffen im Boden. Durch die Abgasnorm und Luftverbesserungen hatte dieses so weit abgenommen, dass es sogar schon die ersten Dünger mit Schwefelzusatz gibt. Die Frage war, woher der Boden in grauer Vorzeit seinen Schwefel her bekommen hatte, wenn er so notwendig ist. Dank des Vulkans wissen wir woher und wissen, dass Dünger mit Schwefelzusätzen aktuell vermutlich überflüssig sind.
------------------------------------------------------------------------------------

Vidar-Smits@unsplash.com

--- 03. 09. 2021 --- 
    Über Baumschnitt, Strauchschnitt
& andere Verjüngungskuren
Wir treffen uns diesmal ganz regulär draußen um 19:00 Uhr im Schulgarten der Alten Schule, Schulstraße 7 in Lindwedel. Eine warme Jacke mit Maske bis zum Platz und ggf. ein mitgebrachtes Heißgetränk sind angeraten. Neben den klassischen saisonalen Arbeiten, die nun im Garten anstehen und weiterem Neuigkeiten-Austausch widmen wir uns den Grundlagen des Baum- und Strauchschnitts. 
Wenn Pflanzen altern, wachsen zierliche Sträucher zu riesigen, innen verkahlten Ungetümen heraus. Kübelpflanzen wohnen in XXXL-Maurerkübeln, sind quasi unverrückbar und stoßen im Winter an die Zimmerdecke. Der Obstpflücker braucht eine Verlängerung und die Früchte waren auch schon mal größer und gesünder. Doch wie verjüngen wir unsere geliebten aufgepäppelten Pflanzen und was passiert, wenn wir Hecken "auf den Stock" bringen? Außerdem: wie kommt das Licht zum Obst? Was ist der Unterschied zwischen Bypass- und Amboss-Schere? Alle, die Literatur, Erfahrungen und Empfehlungen zum Thema Verjüngungskur und Schnitt haben, sind aufgefordert sich gern aktiv einzubringen, schließlich geht es um den lebendigen Austausch untereinander.
------------------------------------------------------------------------------------

marisa-morton@unsplash.com

--- 06. 08. 2021 --- 
    Küche & Garten – die gelungene Kombination
Achtung Ausnahme: wir treffen uns diesmal nicht um 19:00 Uhr an der Alten Schule, sondern gleich im Garten der Hannoverschen Straße 10 bei Lindwedels. 
Unser letztes Treffen beendeten wir mit einem kleinen Spaziergang in bestimmt dem imposantesten Nutzgarten Lindwedels mit einer atemberaubenden Aussicht und besonderen selbstgemachten Verkostungen. Grund genug uns einmal mehr mit unserer Ernährung auseinander zu setzen. 
Wo es heuzutage üblich ist Lebensmittel vom Discounter oder Markt zu holen, haben wir fast vergessen, dass der Ursprung des sesshaften Urzeit-Menschen die Entdeckung des Ackerbaus war. Garten und Küche ist von jeher eine der frischesten, glücklichsten Kombinationen im Sinne einer guten Ernährung. Haben Sie sich schon mal gefragt, wie alt eigentlich Ihre Lebensmittel sind, die sie grade verzehren? Welche Wege und Lagerungen sie hinter sich haben? Welch Glück, wenn Salat, Tomate, Broccoli direkt erntereif im Garten greifbar sind und unmittelbar auf den Teller landen können. Urbane Konzepte dieser Art von Restaurants direkt neben einem Erzeugungsgarten laufen megaerfolgreich – mehr Regionalität und Frische geht nicht.
Was kommt uns da wirklich auf den Tisch? Wir besprechen natürliche Schadstoffe in verschiedenen Gemüsesorten und wie sie mit entsprechender Zubereitung ausgeschlossen werden können. 
Alle sind aufgefordert, die besten Rezepte für Gemüse-Schwemmen und sinnvoller Lagerung auszutauschen. Meist reicht dazu ein mit Sand gefüllter Maurerkübel, der Wurzelgemüse geschichtet beherbergt und mit etwas Laub abgedeckt in die Erde gelassen wird und dort im Winter die Frischversorgung sichert. 
Welche einfachen Zubereitungstricks die wertvollen Nährstoffe um ein vielfaches steigern können, finden wir im Buch von James Wong: How to eat better – Wie Sie mit richtigem Einkauf, Lagerung & Zubereitung jedes Lebensmittel noch gesünder machen. So erhöht sich der Anteil an krebsbekämpfenden Stoffen im Broccoli um 300%, wenn er zusammen mit einem Löffel Senf gekocht wird. Oder im Dunkeln gezogene Champignons erhalten durch 2 Stunden Lichttherapie auf der Fensterbank vorm Verzehr 100 mal so viel Vitamin D2 sowie die Erkenntnis, dass die dunkleren Gemüsesorten einer Art meist höhere gesunde Nährstoffe enthalten, wie bei Zwiebeln (z.B. rot, gelb weiß), Beeren, Möhren, große Pilze, Paprika, Süßkartoffeln, Kohl uvm.
Und alle, die es bisher noch nicht geschafft haben, den Beetklub zu besuchen, aber es immer noch vorhaben, können sich jetzt schon an einem kleinen internen, verrückten Wettbewerb im nächsten Jahr beteiligen: "Pflanze einen Slip!" Am 24. 7. 2021 ist Vollmond. (Wenn schon verrückt, dann richtig.) Dann werden wir alle eine baumwollene, möglichst weiße Unterhose in unseren Nutzgartenbereich (Kompost gilt nicht) in ca. 10-15 cm Tiefe pflanzen. Am 5. August 2022 graben wir diese wieder aus und vergleichen sie auf unserem Beetklub-Abend. Die jeweils bestzerstörte Unterhose und die am besten erhaltene Unterhose gewinnen einen Preis (hochwertige Staude oder Gutschein dafür). Jede bekommen damit einen Überblick, wie aktiv unser Bodenleben wirklich ist und falls es sehr aktiv ist: wenigstens das Schlüpfergummi bleibt als Nachweis erhalten. Ein Grund die ollen Schiesser des Gatten einmal sinnvoll zu verwerten...
------------------------------------------------------------------------------------

amelia-bartlett@unsplash.com

--- 02. 07. 2021 --- 
    Wo die wilden Unkräuter wohnen
Jetzt treffen wir uns wieder. Nachdem unser letztes Treffen superspontan einberufen wurde, geht es nun wieder etwas regulärer zu am ersten Freitag im Monat draußen im Vorgarten der Alten Schule, Schulstraße 7 in Lindwedel. Natürlich mitsamt Corona-Hygiene-Konzept: das heißt Maske bis zum Platz, Abstand, Kontaktdatenliste und Frischluft.  
Wir waren so happy uns alle wieder zu sehen und von unseren Gartenereignissen zu berichten. So scheint die Schafwolle den Tomaten als Dünger wahre Wachstumsschübe zu bescheren und das gärtnern in positiven Mondphasen scheint Rekordernten zu versprechen. Vom Sonntag mittag, den 13.06. bis Dienstag, den 15.06. mittag gibt es wieder so eine ungewöhnlich förderliche Phase für Aussaaten und Pflanzenpflege – vornehmlich für Blattwuchs Salate; Gräser, Kräuter, Schnittlauch o.ä.) oder vormittags am 12.07. 2021.
Sofern das Wetter schön ist, machen wir einen kurzen "Wanderausflug" in einen Garten gleich gegenüber der Alten Schule und schauen uns die Rekordernten mit den legendären riesigen Kohlköpfen und üppigen Gemüse live an.
Die regelmäßigen Regenfälle und der Sonnenschein im Mai taten den Pflanzen gut. Auch die Erdbeeren versprechen saftige Rekordernten, aber auch Unkräuter machten sich breit. Da hilft meist nur mulchen und hacken. Eine der besten Hand-Hacken schauen wir uns live an. Marktpreis für vergleichbare Hacken ca. 45-70,– € im Web. Nur in Bamberg im kleinen Gärtner- und Häckermuseum werden noch die genialen handgeschmiedeten Handhacken für ein Drittel des Preises angeboten. Mit denen kann zwar auch Käse geschnitten werden, aber eigentlich sind sie gemacht, um in den harten Weinbergböden zu jäten. Wer damit jemals gejätet hat, will nichts anderes mehr.
Dann werfen wir einen Blick ins Buch "Wird das was – oder kann das weg?". Hier werden viele der Unkräuter bereits im Jungstadium vorgestellt und analysiert, ob sie nicht doch einen Wert für den Garten haben. Wer weitere Bücher zu Unkräutern hat oder direkt ein fragliches neues Kraut: bitte mitbringen! 
Außerdem beschäftigen wir uns kurz mit Neophyten. Die neuen wilden Pflanzen, die "eingewandert" sind und sich hier oder wo anders gut vermehrt haben – vom Bärenklau, Jacobskreuzkraut bis zum Wandelröschen. Ab dem 14. Juni 2021 startet in zahlreichen deutschen Botanischen Gärten (auch im Herrenhäuser Berggarten) die Botanische Woche zum Thema "Neue Wilde – Globalisierung in der Pflanzenwelt". Den reich bebilderten, informativen 84-seitigen Ausstellungskatalog – wild gestaltet in Lindwedel – bekommt jede "Beetschwester" exklusiv geschenkt, die mag.  Zum Thema gibt es derzeit auch grad einen passenden Film auf arte.
------------------------------------------------------------------------------------
--- 04. 06. 2021 --- 
    Beetklub, wir treffen uns!
Jay! Die Corona-Erlasse erlauben seit dem 31. Mai offizielle Sitzungen und Zusammenkünfte mit bis zu 100 Personen mit entsprechenden Corona-Vorkehrungen. Das soll für uns wohl reichen. ;-) Und das bekommen wir hin! Mit Masken bis zum Platz (dürfen während des Gesprächs abgenommen werden), Abstand, Anwesenheits-Nachverfolgungsliste und dem ein oder anderen Desinfektionsmittel-Spritzer. 
Bitte mitbringen: Maske, eigener Stift, zwei Euro für die alte Schule, ggf. Papier und eigene Getränkeversorgung. Oder wer noch überzählige Jungpflanzen hat, bringt diese auch mit. Wir treffen uns an der alten Schule draußen im Vorgarten um 19:00 Uhr. (18:40 Uhr für diejenigen, die beim Aufbau helfen wollen).
Themen werden sich aufgrund der vielen Monate mit besonderen Wetterlagen von selbst ergeben. Viele haben online viel Neues erfahren. Gerne rollen wir noch einmal das Schneckenthema auf, denn die feuchte Witterung im Mai war nicht nur erfreulich für das Pflanzenwachstum, sondern auch für die gefräßigen Nacktschnecken. 
Ein paar aktuelle Fotos vom Berggarten werden zu sehen sein und das ein oder andere neue Gartenbuch. 
Unter dem Menupunkt Veranstaltungen sind derzeit ganz brandaktuelle Hinweise von außen eingeflossen.
Artes Mediathek zeigt Magischen Gärten. Dort werden verschiedene Parks und Gärten der Welt vorgestellt. So beispielsweise der Hermannshof in Weinheim, der immer einen Besuch wert ist und ganz besonders eindrückliche Stimmungen und inspirative Staudenkombinationen zeigt. Weiterhin gibt es kurze schön gemachte Clips über verschiedene Heilkräuter. Faszinierende Dokumentationen über die Überlebensstrategien von Pflanzen. Und zu guter letzt ein Beitrag über Reisewege von eingewanderten Pflanzen und ihrer explosionsartigen Verbreitung in Europa. Die bekanntesten davon: Japanischer Staudenknöterich, Jacobs-Kreuzkraut, Riesen-Bärenklau oder Ambrosia, die in unseren Breiten Schäden in Millionenhöhe verursachen. Gleichwohl anderswo: Gewächse, die bei uns ein stilles Leben führen, können in anderen Landstrichen verheerende Ausmaße annehmen. Wie z.B. das Wandelröschen – bei uns ein niedlicher Gesell – bildet in Mittel- bis Südamerika undurchdringliche dornenbesetzte riesige Heckenfelder. Wer mehr über diese Globalisierungspflanzen erfahren will, findet ab dem 14. Juni 2021 eine Sonderausstellung zu dem Thema namens "Neue Wilde" in fast allen Botanischen Gärten von Deutschland – auch in Herrenhausens Berggarten. Daneben läuft vom 1. Juni bis 3. Oktober noch die Duftsafari der Pelargonien im Berggarten. Von Rosenduft über Cola bis Zimt ist alles an den Duftpelargonienblättern erschnupperbar. Übrigens sind die beiden Ausstellungen natürlich in Lindwedel gestaltet worden. Und wer genug hat von Wissen und Aufklärung schlendert einfach durch die schönen frühsommerlichen Pflanzungen. Der Garten ist täglich von 9:00Uhr geöffnet. 
Eine Erfahrung über missratene Pflanzenanzucht: Nichts in Pappe oder Papierbechern aussäen! Das mag zwar ökologisch und praktisch anmuten, aber nach zwei Wochen durchtränkter Pappe, bilden sich gern schädliche, stinkende Schimmelpilze am Boden, die deutlich das Pflänzchen im Wachstum hemmen. 
Wer noch Pflanzerde benötigt, kann sich diese auch torffrei selbst mixen. Hier gibt es ein Rezept dazu.
Im Beetklub hat sich Schafrohwolle als Garten-Dünger herumgesprochen. Diese gibt es sogar oft kostenlos bei Schäfereien, weil sich die Verarbeitung nicht lohnt. Pflanzen können direkt in die Wolle gepflanzt werden, weil sich die Nährstoffe durch den Abbauprozess der Wolle erst nach und nach lösen. Zudem hält Wolle die Feuchtigkeit besser als unser Lindwedler Sandboden. Das mögen besonders Tomaten, Paprika und alle Kaliumliebenden Pflanzen. Wir werden berichten.
Ein Geheim-Tipp für günstigen veganen Flüssig-Dünger ist etwas Melasse ins Gießwasser zu geben. Die macht sogar nachweislich die Früchte aromatischer. Die Melasse gibt es im Pferdefutterhandel und ist nicht so phosphor- und stickstofflastig, wie die fertigen Flüssigdünger, sondern belebt vornehmlich die bodenlebenden Bakterien und Pilze, wie den pflanzenversorgenden Mykorrhiza-Pilz. Der Zucker gibt den Pflanzen Energie und Widerstandsfähigkeit und versorgt außerdem mit Spurenelementen, Mikronährstoffen und Kalium. Meine Engelstrompete ist im letzten Jahr quasi explodiert nach etwas Melassedünger-Gaben. Allerdings nicht ratsam für Problemfälle mit Ameisen. 
Kommt gesund und stabil durch die Zeit! 
------------------------------------------------------------------------------------

Sanjoy Saha @ unsplash.com

--- 02. 10. 2020 --- 
    Die Schätze des Sommers sammeln
Der Herbst ist gekommen – die Sammelleidenschaft beginnt. Nicht nur beim Spaziergang durch die Natur finden wir kreative Dekorations-Anreize in Form von Beeren, Zweigen, Moos, Kastanien, Zapfen, Schoten, Nüssen oder Rinde, auch unser Garten stellt einiges zur Verfügung. Der Holunder ist erntereif für Marmeladen, Saft und Sirup. Die Dahlien überwältigen in ihrer vollen Vielfalt unsere Sinne, bevor ihre frostempfindlichen Knollen für die nächste Gartensaison eingelagert werden. 
Wir tauschen bei unserem Treffen am 2.10.2020 gesammelte Schätze in Form von Frucht- und Samenständen von Stauden, Sommerblüten, Tomaten, Gemüse oder Ziersträuchern – genauso wie den ein oder anderen Tipp zur Saatgut-Herstellung. Gute Erfolge mit der Selbstaussaat erzielen wir bei Akelei, Klatschmohn, Jungfer im Grünen, Frauenmantel, Sonnenblume, Fingerhut, Vergissmeinnicht, Vexiernelke und Königskerze. Abzuraten ist Saatgutsammeln von Nicht-Samenfesten-Sorten, den sogenannten F1-Hybriden.
Hier schon ein kleiner Tipp vorab, um die Keimfähigkeit von älterem Saatgut zu prüfen:  ein paar Samen in ein Glas Wasser streuen. Sinken die Samen zu Boden, ist die Keimfähigkeit noch gut.
Und wir werfen einen Blick in Fotos der Spätsommer-Berggarten-Pflanzungen 2020, vielleicht erwächst daraus die ein oder andere Kombinations-Inspiration für den nächsten Sommer.
Achtung: Wir beginnen diesmal ausnahmsweise bereits um 17:00 Uhr im Hirtenweg 15.
------------------------------------------------------------------------------------

Kdwk Leung @ unsplash.com

--- 04. 09. 2020 --- 
    Mit Tomaten auf den Augen
Wie oft haben wir Geschichten aus Heidis Garten gehört. In unserer Phantasie muss dort alles saftig und kräftig wachsen und wuchern. Rekordernten sind alltäglich. Es gibt keine Beetklubschwester, die nicht beschenkt worden ist mit kräftigen Pflanzen oder besonderen Tomatensamen aus Heidis Garten. Wie oft haben wir spezielle Rosensorten auf dem Tablet-Computer angeschaut, die Heidi mit Begeisterung ihr eigen nennt.
Das wollen wir nun alles mal live anschauen und verlagern deshalb unser reguläres Treffen in ihren Garten in Buchholz. Die Ernte von ’Trillie’ bis ’Spanische Olive’ von über 140 Tomatenpflanzen wartet darauf von uns angeschaut und verkostet zu werden. Vielleicht finden wir sogar welche der legendären Rosenblüten. 
Vor Ort werfen wir außerdem einen Blick in das Buch "Gärtnern für Erbsenzähler" von Alex Mitchell. In dem wir  einhundert unkomplizierte Ideen einen Garten mit kleinen Budget zu gestalten kennenlernen. 
Gäste sind gern gesehen und sollten sich vorher ausnahmsweise über Telefon oder Mail des Beetklubs ankündigen.
------------------------------------------------------------------------------------

Karin Wallner @ frauwallner.de

--- 07. 08. 2020 --- 
    Sommerstauden-Pflege, Hitze und ein Trick
Der erste Blütenflor ging zur Neige, aber manche Stauden sind willens ein zweites Mal im Sommer zu blühen. Um welche Stauden es sich dabei handelt, wie das geht und was remontierende Stauden sind, werden wir bei unserem nächsten Treffen erörtern. Eigene Erfahrungen und Tipps dazu sind gern gesehen. Viele Infos finden sich hier schön aufbereitet oder hier fachlich fundierter.
Wohin mit all den Zucchini und dicken Bohnen? Wir sammeln Ideen, Tipps und Rezepte. 
Aufgrund der derzeitigen Hitzeperiode fällt das gärtnern schwer und erschöpft sich meist nur in Wässern oder dem Anblick von Dahin-Gedorrtem. Ein wahrer Trost für extreme Wetter- und Bodenlagen ist dann ein Buch über Derek Jarmans Garten auf der britischen Halbinsel Dungeness. Einer kahlen, öden Kieswüste, an deren Ende außerdem noch ein Atomkraftwerk steht. Derek Jarman war Filmemacher und ihn faszinierte diese Ödnis. In Bearbeitung seines unheilbaren Krebsleidens zog er dort in ein winziges Haus und fing an einen besonderen Garten drumherum zu gestalten. Feuersteine, Muscheln, Treibholz, gefundene Gegenstände, die einheimischen Pflanzen sowie von Jarman eingeführte Pflanzen prägen einen ganz eigenen Charakter dieses Gartens. Weit weg von üblicher Blüten-Opulenz, aber mit einer ungesehenen schlichten Schönheit, künstlerischen Freiheit und Liebe im Detail. Das werden wir uns anschauen.
Widerstandsfähige, kräftige Tomaten, Kartoffeln oder Mais, schmackhaftere süßere Erdbeeren, Himbeeren, Äpfel, Pfirsiche, Oliven, schärferer Knoblauch, oder Salbei – wer davon träumt sollte diesen ungewöhnlichen, durch Versuche belegten Trick ausprobieren: ca. 300 mg Salicylsäure (z.B. Aspirin, ASS, …) in 1 l Wasser auflösen und damit einmal im Jahr bis Monat die Pflanzen besprühen. Die Lösung täuscht einen Angriff vor und die Pflanze mobilisiert dagegen ihre Eigenabwehr indem sie widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Krankheiten wird sowie  Trockenheit, Hitze und Kälte besser toleriert. Geschmack und Nährwert nehmen zu. (Paracetamol oder Ibuprofen wirken dabei übrigens nicht.) Dieser Tipp entspricht nicht dem offiziellen EU-Recht und ist quasi nur für wissenschaftliche Zwecke der oben genannten Pflanzen geeignet. 
------------------------------------------------------------------------------------
--- Treffen oder nicht? --- 
    Der Beetklub trifft sich am 3. Juli 2020
Sofern der Sommer einen trockenen Freitag-Abend verspricht, werden wir uns draußen vor der Alten Schule jetzt auch in Coronazeiten treffen. Mit Pullover und genügend Abstand werden wir ab 19:00 Uhr die gemeinsamen Gartengespräche wieder aufleben lassen. Wer Pflanzen tauschen möchte, oder etwas Interessantes entdeckt hat, bringt es einfach mit in die Runde.

Karin Wallner @ frauwallner.de

--- 06. 03. 2020 --- 
    Phänomenale Phänologie
Das neue Jahr beginnt im Beetklub mit Wissenschaft: Der Phänologie. Das Wort ist dem Griechischen entlehnt und bedeutet in wörtlicher Übersetzung „Lehre von den Erscheinungen“. Gemeint sind die periodischen Wachstums- und Entwicklungserscheinungen aller pflanzlichen und tierischen Lebewesen in ihren zeitlichen Abhängigkeiten. Denn die Natur hält sich nicht an starre Kalenderschemata und schon gar nicht an läppische 4 Jahreszeiten. Sie trumpft gleich mit 10 Jahreszeiten auf und definiert für jeden Zeitenwechsel festgelegte Ereignisse in der Natur. 
Wir stecken im Vorfrühling  sobald die Schneeglöchen voll aufgeblüht, ihre Staubgefäße zeigen oder die Hasel ihren Pollen versprüht. Damit ist der Winter definitiv aus phänologischer Sicht zu Ende. Bis zum "echten" Frühling haben wir noch ein bisschen Zeit. Die benötigen wir draußen auch, denn bevor sich die Vögel ihre Brutplätze suchen, müssen Hecken- und Obstbaumschnitt erfolgt sein. Während es drinnen schon mit Tomaten und Paprika-Aussaat hoch hergeht, wartet die Landwirtschaft am Ende dieser ersten Frühlingsphase auf den Blattaustrieb der Stachelbeere, die den Startschuss für Feldarbeit gibt. Es wird deutlich: Naturbeobachtung ist für Landwirtschaft und Gartenbau wichtig, um den richtigen Zeitpunkt für anstehende Arbeiten zu finden. Gärtner*innen wissen auch, die aufgedruckten Aussaat-Termine auf Saatpackungen sind damit relativ. 
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sucht stetig Menschen, die gewissenhaft ihre Beobachtungsstudien durchführen und sammelt alle Daten. Damit können regionale Pollenvorhersagen und Tipps für die Landwirtschaft oder dem Tourismus für Heideblüten-Ausflüge gegeben werden. Durch langjährige Aufzeichnungen wird auch klar, dass es zu Klimaverschiebungen kommt und das Frühjahr kontinuierlich früher einsetzt als Jahrzehnte zuvor. 
Wir werden uns im Beetklub die Zusammenhänge von Naturerscheinungen, Klima und anstehenden Gartenarbeiten anschauen. Für Ungeduldige oder Fern-von-Lindwedel-Lebende gibt es hier eine komprimierte Übersicht zum download.
Weiterhin werden wir uns überlegen, wann unser frühjährlicher Pflanzentauschmarkt stattfinden kann und welche besonderen Vorhaben und Wünsche für 2020 anstehen.
Auch wenn wir uns Beetklub nennen, so bleiben die Abende nach wie vor offen für Interessierte.

--------
Weitere Themen aus der Vergangenheit, die wir bereits beackert haben, finden Sie im Archiv.
------------------------------------------------------------------------------------
Back to Top